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am 17. Mai

Verkehr & Planung

Jürgen Kainz - Bis kurz vor der letzten Gemeinderatssitzung wurde an den Straßen-, Geh- und Radwegplänen gearbeitet - mit ausgesprochen positiven Ergebnissen!

Zu den positiven Änderungen gehört die Sichtbarmachung der Radfahrer auf der Protteserstraße und die Verlegung des Geh-/Radweges bei der neuen Volksschule in Gänserndorf Süd.

Beides wichtige Maßnahmen zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer.​ Diese beiden geänderten Pläne und natürlich die Ergänzung der Bushaltestellen beim neuen Busbahnhof mit Bänken sind absolut begrüßenswert und hätten einstimmig angenommen werden sollen.

Leider wurden sie gemeinsam mit ein paar anderen Maßnahmen abgestimmt, deren Ansätze sicher in Ordnung sind - deren Pläne aber noch einigen Spielraum gelassen hätten.

In der Hans Kudlich Gasse sollen Rasenflächen größtenteils für  Parkplätze asphaltiert werden. Die Einfahrt zum Parkplatz wird verlegt, wodurch zumindest ein Baum geschlägert werden muss. Der Gehsteig auf der Bushaltestellenseite wird in einer Breite von 2m ausgeführt. Dabei handelt es sich um die Mindestbreite, die möglich ist (ergibt sich aus 2 Personen, die sich treffen bzw nebeneinander gehen und 20 cm zum Parkstreifen). Genau dort wurden 2 neue Bushaltestellen geschaffen.

Die Gymnasiasten werden in Zukunft also in 2er Reihen zu ihrer Schule spazieren.

Die Straße wäre breit genug für die Erhaltung von Rasenflächen, großzügigen Gehwegen und einem Radweg. Die Lage der neuen Bushaltestellen außerhalb des Zentrums (Bahnstraße), mit zusätzlichen Einfahrten und Querungen am Schulweg halten wir für suboptimal.

In der Scheunengasse sollen - zwischen Garagen und Wasserwerk - Parkplätze geschaffen werden. Um zu diesen zu gelangen muss der Gehsteig überquert werden. Das bedeutet auch, dass beim Ausparken verkehrt und mit geringer Sicht in den Fußgängerverkehr geschoben werden muss. Sollte die gewünschte Kurzparkzonen-Variante umgesetzt werden, erhöht sich auch das Gefährdungspotential für die Fußgänger.

Wir glauben nicht, dass die paar zusätzlichen Parkplätze (die sich aus der Differenz der vormaligen Längsparker zu den Schrägparkern ergibt) den vorprogrammierten Konflikt mit den Fußgängern rechtfertigt. Der Plan sollte jedenfalls noch einmal überarbeitet werden!

Die Johann Strauß Gasse ist an und für sich eng, sodass sich eine Wartepflicht für Gegenverkehr ergibt, weil sich gar keine 2 Autos gemeinsam ausgehen. Nun soll für den Gehsteig ein Baum geopfert werden. Es spricht eigentlich nichts dagegen, diesen mit dem Gehsteig zu umrunden. 

Verschwenkungen in der Straße werden bekanntlich gerne zur Verlangsamung des Verkehrs (zB an Ortseinfahrten) verwendet.

Mobilität und Verkehr betrifft uns alle - eigentlich logisch, dass auch für alle Beteiligten geplant werden sollte. 


Gehsteig statt Baum? J. Strauß Gasse
Parkplatz statt Hecke-Erreichbar nur über den Gehsteig