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am 15. November 2018

Synagoge und Rabbinerhaus geschützt

Beate Kainz - Positive Nachrichten für Gänserndorf - oder wie man aus Fakten eine Win-win-Situation macht.

Fakt ist: Es gibt einen Bescheid, der 2 Gänserndorfer Gebäude unter Denkmalschutz stellt. Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Gebäude jetzt verfallen müssen. Das bedeutet auch nicht, dass irgendeine Bevölkerungsgruppe dadurch schlechter gestellt wird.

Die beiden Gebäude stehen nicht widerrechtlich auf einer Parkfläche. Sie wurden zu einer Zeit errichtet, als gerade die ersten Automobile konstruiert worden sind.

Kein Autofahrer fällt um seinen Parkplatz um – es hat dort noch nie welche gegeben.

Das Denkmalamt hat uns darauf aufmerksam gemacht, das wir über eine Besonderheit verfügen. Rabbinerhaus und Synagoge gemeinsam sind so gut wie nirgends mehr erhalten. In Gänserndorf stehen beide Häuser noch und dieses Ensemble ist schützens- und erhaltenswert.

Das sind die Tatsachen. Da gibt es nichts dran zu rütteln.

Jetzt muss überlegt werden, wie wir das Beste aus diesem Umstand machen. Wie wir diese beiden geschichtsträchtigen Häuser für Gänserndorf nutzen können. Ein Museum ist ja nur eine von vielen Varianten. Eine Investition in diese Gebäude, ist eine Chance für Gänserndorf. Für ein bisschen Tourismus, für eine Belebung des Stadtzentrums.

Mit einem Einspruch gegen den Bescheid wird jede Entscheidung verzögert, auch die anstehenden Reparaturen. 

Wer jetzt auf Zeit spielt, handelt grob fahrlässig und sicher nicht im Sinne Gänserndorfs.