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am 27. September

Schotter raus - Müll rein

Beate Kainz - Der 12m hohe Müllberg in Markgrafneusiedl wird wohl als gut sichtbares Zeichen der Veränderung in unserer Gegend herhalten müssen - denn da tut sich einiges.

Gegen die 12m Aufschüttung haben sich nicht nur die GRÜNEN des Bezirks, sondern auch die Umweltanwaltschaft ausgesprochen. Die Begründung im Bescheid war dann fast zynisch: Eine niveaugleiche Verfüllung ist nicht möglich. ​​

Vor Kurzem ist der positive Bescheid für die Schönkirchner Schottergrube eingetroffen. Eine Grube in der Ebene, 300 m von den Anrainern entfernt. Geplant ist ein Grundwassersee, der dann mit allerlei Müll wieder zugeschüttet werden soll. Nur die oberste Schicht, die ja vielleicht wieder landwirtschaftlich genutzt werden wird, soll nutzerfreundlich befüllt werden. Es soll ja noch was drauf wachsen.

Natürlich wird mittels LKW an- und abgeliefert. Natürlich wird das zu vermehrtem Verkehrsaufkommen führen. Im Gegensatz zu Gänserndorf hat sich die Gemeinde Strasshof am Verfahren aktiv beteiligt - und in der letzten Gemeinderatssitzung auch gleich einen Vertrag mit dem Grubenbetreiber geschlossen. Der Verlust an Lebensqualität hat somit einen Preis bekommen - bleibt nur zu hoffen, dass die Gemeinde zumindest finanziell ein wenig profitiert.

Kommende Woche startet dann das nächste UVP-Verfahren. Montag, den 1.10. wird ab 9:00 im Saal der AK in Gänserndorf KOLLER X verhandelt. Diesmal ist keine offene Wasserfläche geplant. Das Grundwasser sollten wir trotzdem nicht aus den Augen verlieren. 

Nach dem Baggern kommt die Befüllung. 

Wir haben heute schon extrem belastetes Grundwasser und wir leben in einem ausgewiesenen Feinstaubsanierungsgebiet. Keine der neuen Baustellen trägt auch nur im Entferntesten zu einer Verbesserung des Zustandes bei.

Wir sind nur durchgängig damit beschäftigt die Folgewirkungen so gering wie möglich zu halten. Mit dem Versuch der Regierung UVP Verfahren zeitlich zu begrenzen, wäre auch diese Möglichkeit gefallen.

Ganz offensichtlich ist es an der Zeit, die natürliche Ordnung wieder herzustellen. Ein Klimavolksbegehren könnte der erste Schritt dafür sein.

Klimavolksbegehren