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am 20. September

Mobilitätstag 2018

Beate Kainz - Traditionell beteiligt sich Gänserndorf an der europäischen Mobilitätswoche. Diesmal unter schwierigen Bedingungen.

Thema festlegen und Material dazu organisieren. Klingt machbar. Eigentlich sollte ja schon seit einigen Jahren "alles" barrierefrei sein. Auch wenn es in unserem Fall "nur" um die Beseitigung von Hindernissen in der Fortbewegung geht, tauchen da gleich einige Stolpersteine auf.

Menschen, die mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind, freuen sich über möglichst stufenfreie Wege mit flach ansteigenden Rampen. Während Sehbehinderte für ihre Langstöcke dringend auf Erhebungen am Boden angewiesen sind, um den Weg - und vor allem die Weggrenze zu ertasten.

All das kann man fühlbar darstellen und ausprobieren. Mit Rollator, Rollstuhl oder Langstock auf einem vorbereiteten Untergrund. Da gibt es kein tolles E-Fahrzeug oder ähnliches, das die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und Vorbeiflanierende anzieht. 

Ist ja auch nicht notwendig. Für eine Gemeindeveranstaltung können wir das Gemeindezelt aufstellen, ein paar Stehtisch und den Heurigentisch für die Info-Materialien. Genau dieses Equipment wurde am Montag auf einen Stehtisch reduziert. 

Nicht nur, dass man nicht mehr erkennen würde, das es sich um eine Gemeindeveranstaltung handelt - es ist schon fraglich, ob man überhaupt erkennen würde, das es eine Veranstaltung und nicht  ein Ausflug von mehr oder weniger beeinträchtigten Personen ist.

Ich habe also zur Kenntnis genommen, dass die Veranstaltung auf den für die Verlosung notwendigen Stehtisch reduziert wurde und das von mir organisierte Rundherum abgesagt.

Für mich eine logische Konsequenz. Die künstliche Aufregung darüber kann ich nicht nachvollziehen.