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am 14. Dezember 2018

Mit dem Bus ins Zentrum

Jürgen Kainz - In der Bahnstraße, der wichtigsten Einkaufstraße mitten im Zentrum von Gänserndorf, bleibt kein Bus mehr stehen. Schlecht für Menschen, die einkaufen wollen - egal ob am Markt, Schulbedarf oder einen Imbiss.

Die Ersten, die sich beschwert haben waren die Marktstandler. KundInnen, die immer gegenüber ausgestiegen sind, konnten oder  wollten den weiten Weg vom Busbahnhof zum Marktplatz nicht auf sich nehmen - und​ kommen jetzt nicht mehr.

Dann hat der Libro seine Öffnungszeiten angepasst. Aufgesperrt wird jetzt eine Stunde später, nach Schulbeginn - Schüler kommen in der Früh keine mehr.

Die Geschäfte liegen nicht mehr am Weg. Wenn man am Nachmittag sowieso für den Einkauf ins Auto steigt, kann der Lebensmitteldiskonter auch gleich für den üblichen Schulbedarf mitverwendet werden.

Also haben wir Unterschriften für die Wiederherstellung der Bushaltestelle gesammelt. Erstmalig wurde jetzt über dieses Thema im Gemeinderat gesprochen. 

Uns erscheint es zeitlich günstig, wenn jetzt die Bushaltestelle wieder in die Pläne aufgenommen wird, weil gerade die Busausschreibungen laufen und sie somit berücksichtigt werden kann. 

Der Bürgermeister wollte die Ausschreibungen lieber abwarten. Das Gymnasium ist jetzt sowieso 2 Jahre in einem anderen Quartier und das neue Marchfeld-Mobil könnte als Ersatz verwendet werden. Das bedeutet, bevor wir einen Bus stehen bleiben lassen, der sowieso fährt, finanzieren wir lieber ein "Taxi", das parallel fährt (und einen Komfortzuschlag von €2.- vom Kunden verlangt). Nicht zu vergessen, dass gar nicht alle umliegenden Gemeinden die Möglichkeit hatten beim Marchfeld-Mobil mitzumachen.

Zumindest konnten wir uns darauf einigen, dass die Bushaltestelle bei der neuen Zentrumsgestaltung mitspielen soll. 

Die GRÜNEN finden, dass sie so eingeplant werden soll, dass Busse nicht mehr den Verkehr behindern, wenn sie stehen bleiben.

Die anderen Fraktionen blieben da eher vage. So wurde mehrheitlich bestimmt, dass im Zuge der Marktplatzgestaltung über die Bushaltestelle "nachgedacht" werden soll. 

Für das neue Zentrum wurden sämtliche Weichen bereits im Sommer des Vorjahres gestellt. Lange kann die Entscheidung für oder gegen die Erreichbarkeit des Stadtzentrums mit Öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr hinausgezögert werden.

Und das ist das einzig Gute am diesem Ergebnis. Denn ohne KundInnen habens die Geschäfte schwer.


 


 

Platz genug für eine Haltestelle