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am 18. Juni

Marchfelder Hügellandschaft

Beate Kainz - Die kleinen Erhebungen im brettlebenen Marchfeld dienen inzwischen mehrfach bei UVP-Verhandlungen als Beleg dafür, dass ein paar neue Deponie-Hügel gar nicht auffallen.

Als wären künstlich aufgeschüttete Müllberge dasselbe wie natürliche Wellen! Und dabei ist das Landschaftsbild in Wirklichkeit das geringste Problem bei all diesen Verhandlungen.

Ehemalige Schottergruben sollen mit Müll gefüllt werden, damit sie auch nach Ausbeutung des Bodens Gewinn abwerfen. Die meisten Gruben wurden bis zum Grundwasser freigelegt. Zur letzten Grube lässt sich sagen, dass alles was ins Wasser fällt in 4 Jahren aus unseren Wasserleitungen fließen kann.

Und genau diese Grube soll jetzt mit Müll gefüllt werden. Wenn alles dicht ist, fließen sämtliche Abwässer des Müllbergs in ein Sammelbecken. Von dort werden sie wieder über den Berg gegossen - so soll das kontaminierte Wasser seine Inhaltsstoffe auf dem Berg ablagern.

Wenn es allerdings zu lange, zu viel regnet oder einer, der in letzter Zeit immer häufiger werdenden Starkregen die Kapazitäten des vorhandenen Abwassersystems sprengt, haben wir in Kürze wirklich ein Problem. Dann fleißt das kontaminierte Wasser nicht mehr dahin wo es soll, sondern dahin wo es kann. 

Es ist inzwischen üblich, dass Gemeinden das Wasser aus den eigenen Gemeindebrunnen mit zugekauftem Wasser mischen, um die vorgegebenen Trinkwasserwerte einhalten zu können.

Das Wasser, das Gänserndorf dafür verwendet, kommt aus der neuen Brunnenanlage der EVN in Obersiebenbrunn. Diese wird aus dem Grundwassersee gespeist, der unter der Deponie-Hügellandschaft liegt...