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am 23. August

Gänserndorfs Geschichte

Beate Kainz - Das Rabbinerhaus ist mit dem Bescheid des Bundesdenkmalamtes zu unerwarteten Ehren gekommen. Es ist ein Teil des vorübergehend geschützten Ensembles - Menschen aus dem In- und Ausland interessieren sich dafür.

Synagoge und Rabbinerhaus werden fotografiert, Artikel werden darüber geschrieben, Briefe verfasst.

Doch diese Briefe kommen niemals an. Auf der Homepage der Gemeinde sind die Mailadressen einzelner Mandatare nicht aufgelistet. Will man sie erreichen, wendet man sich an die Gemeinde. Diese leitet dann die Schriftstücke weiter, oder eben nicht.

Die Initiative Denkmalschutz hat bisher mehrmals erfolglos um Weiterleitung ihres Artikels über die beiden Bauwerke an die Mitglieder des Gemeinderates ersucht. 

Ein weiteres Mail wurde an die "verantwortlichen Politikerinnen und Politiker" adressiert, das bis heute weder den StadträtInnen noch den Fraktionsobleuten, geschweige denn dem gesamten Gemeinderat zugestellt worden ist. Die Adressaten sind eindeutig und es wurde an die korrekte Rathaus-Adresse gesendet.

"Ich bin überzeugt, dass jede Lösung besser ist, als ein Abbruch zugunsten eines Parkplatzes" - Der Satz kommt diesmal nicht von den GRÜNEN, sondern von einem Züricher Architekten, der sich mit den Bauwerken seiner Ahnen befasst - und dessen Ururgroßvater Jakob Modern war.    

Das Plädoyer geht weiter: "...Zudem widerspricht es dem elementaren städtebaulichen Prinzip der Bahnstraße, die geschlossene, von Baumreihen begleitete Häuserreihe zu unterbrechen. Die Absicht, ein ortsbauliches Problem mit einer Baulücke zu lösen, ignoriert die jahrzehntelange Erfahrung vieler Städte und Ortschaften, wo mit Stadtreparaturen vergangene Fehler aufwändig korrigiert wurden. Verkehrsberuhigte Ortskerne mit knappem Parkplatzangebot erweisen sich nach anfänglichem Widerstand des ansässigen Gewerbes häufig als Erfolgsmodell. Der Abbruch und die Parkplatznutzung bringen somit keinen nachvollziehbaren Nutzen, fügen der Kleinstadt aber einen ortsbaulichen Schaden zu..."

Vielleicht hätte das Geschriebene keine Meinungsänderung herbeigeführt, vielleicht wäre es nicht einmal von allen gelesen worden - in jedem Fall ist es ein wesentliches Stück im Gesamtbild und jeder sollte selber entscheiden können, wie er damit umgeht.

Auch wenn das Bild vom "Minderheitenthema Synagoge" darunter leidet.

 

Wenn Sie auf das Foto klicken, öffnet sich der Link zur Presseaussendung der Initiative Denkmalschutz

Rabbinerhaus Gänserndorf
Plädoyer Ueli Fischer