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am 18. Februar

Freie Wahl für Radfahrer!

Margot Linke - Gleich vorweg: Radwege baut man nicht für GRÜNE. Radwege baut man für Kinder, unsichere Radler und Autofahrer. Menschen, die täglich mit dem Rad unterwegs sind, trauen sich nämlich auch auf die Straße.

Im letzten Sommer wurde das Gänserndorfer Radwegekonzept präsentiert. Dabei ging es um 30er Zonen mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen, sichere Kreuzungsbereiche für Fußgänger und Radfahrer, aber auch um die Aufhebung der Benützungspflicht bei gemischten Geh- und Radwegen. Ungeübte oder langsame Radfahrer sind geschützt, die schnelleren fahren auf der Straße.  Vorgeschlagen wurde diese Regelung auch für die Bahnstraße. Die Umsetzung ist einfach: Aus  runden Verkehrszeichen werden eckige.

Im Gänserndorfer Zentrum sind Radfahrer und Fußgänger aber ganz grundsätzlich im Vorteil und weichen nicht freiwillig auf die Straße aus. Während sich der Kfz-Verkehr von einem Parkplatz zum anderen quält, sind die Nichtmotorisierten entspannt unterwegs und meist auch schneller. Ganz  nebenbei leisten sie ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz. Wer es eilig hat, sollte die Straße benutzen dürfen – meist würde ich wohl am gemütlichen Radweg bleiben.

Aber manchmal muss man auf die Straße ausweichen. Wenn Hindernisse am Radweg sind oder an dem einen Wintertag an dem zwar schon die Straße befahrbar ist, der Radweg aber noch nicht geräumt.

Diesen Winter war das am 29.1. im Morgengrauen, also kurz vor 8:00, der Fall. Den Beweis dafür liefert das Foto, dass GRin Beate Kainz auf der Bahnstraße zeigt. Aufgenommen von jemanden, der es der lokalen NÖN zugespielt hat. 

Resultat: Die Überschrift auf der Titelseite, die Geschichte im Blattinneren und noch einmal im niederösterreichischen Teil - nicht zu vergessen der Kommentar des Chefredakteurs.

Warum eigentlich verursacht ein Fahrrad auf der Straße so einen Wirbel?

Der Link zur NÖN-Story Straße statt Radweg benutzt