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am 14. März

Erdgas und Klimaschutz

Beate Kainz - Im Bezirk Gänserndorf wird aktuell nicht nur mittels Seismik nach weiteren Gas- und Öl-Lagerstätten gesucht. Gerade in diesem Gebiet sind große Lagerstätten bereits bekannt.

Dazu gehört vor allem das Gebiet rund um Altlichtenwarth.

Vor der Förderung der Gasvorkommen ist ein Testlauf geplant, der die Sicherheit des darauffolgenden Dauerbetriebs gewährleisten soll.

Erstaunlich ist dabei, dass die Berechnungen für diesen Testlauf geringere Auswirkungen auf die Umwelt erwarten lassen, als der Dauerbetrieb - und das obwohl mit höchstzulässigem Betriebsdruck getestet werden soll. 

Für den nachfolgenden Dauerbetrieb wurden natürlich auch die Feinstaubwerte berechnet. In den Berechnungen für die Testphase haben wir sie nicht gefunden.

Nicht nur die großzügige Berechnung der Auswirkungen, das Projekt an sich sollte hinterfragt werden. Aktuell wird ein Kohlendioxid-Ausstoß von 3000 t durch die, während des Fördervorganges notwendige Verbrennung, angegeben. Wobei der Zeitraum für diese Angabe ebenfalls nicht klar ist. Geht es dabei um die Testphase oder um das gesamte Projekt?

So lange so große Teile des geförderten Gases keiner sinnvollen Verwertung zugeführt werden können und bereits während der Förderung verbrannt werden müssen, so lange sollten solche Projekte auf Eis gelegt werden.

Im Sinne des Klimaschutzes und für eine Beschleunigung der Forschung in eine nachhaltige Richtung.