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am 6. Juli

Brieferl schreiben zur Synagoge

Beate Kainz - Wir haben viele Mails von den verschiedensten Leuten wegen dem geplanten Abriss der Synagoge bekommen. Der offene Brief des Bürgermeisters ist der erste Brief zum Thema.


Daher ein offener Brief – als Antwort auf den offenen Brief des Bürgermeisters:

In vielem stimmen wir mit dem Bürgermeister überein, in manchem nicht. Das liegt wohl in der Natur der Dinge.

Ein Gedenkstein mit einem Park rundherum ist eine feine Idee, wenn es darum geht auf etwas hinzuweisen, das in dieser Form nicht mehr existiert. Allerdings steht in Gänserndorf ein Gebäude, das als Synagoge erbaut und auch genutzt wurde. Zumindest, bis die Nutzung aus politischen Gründen nicht mehr möglich war. Eine Besonderheit, auf die uns das Denkmalamt hingewiesen hat, ist das dazugehörige Rabbiner-Haus dahinter. Seit längerem steht es leer und rottet vor sich hin. Jetzt gibt es kaum Synagogen, die den Krieg und die Jahre danach überstanden haben - die Kombination Synagoge mit Rabbiner-Haus hat aber absoluten Seltenheitswert.

Und diese Besonderheit befindet sich in Gemeindeeigentum.

Plötzlich machen zwei alte Gebäude unsere Stadt interessant. Geschichte, Kultur und Religion lösen den alten Safariparkmythos ab, mit dem Gänserndorf im In- und Ausland in Verbindung gebracht wird. Ohne große Anstrengungen können wir wieder Touristen anlocken. Für keinen Parkplatz der Welt sollten wir uns diese Chance entgehen lassen!

Eine neue Ausgangslage erfordert auch eine Änderung im Plan.

Bis zur Landesausstellung können wir die beiden Gebäude sicher sanieren – wenn der Wille vorhanden ist. 

mit besten Grüßen

Beate Kainz

Die Textänderung muss lauten: Synagoge statt Parkplatz